Was ist Ziel der Fortführungsprognosen?
Was ist Ziel der Fortführungsprognosen?
Die Fortführungsprognose ist ein zentrales Instrument im deutschen Wirtschaftsrecht und Rechnungswesen.
Unternehmer, Steuerberater und Sanierungsexperten stoßen immer wieder auf diesen Begriff, wenn es um Fragen der Bilanzierung, Krisenfrüherkennung oder Insolvenzvermeidung geht.
Doch worauf zielt eine Fortführungsprognose konkret ab?
In diesem Beitrag klären wir nicht nur die Zielsetzung verschiedener Fortführungsprognosen, sondern auch deren praktische Relevanz für Unternehmen in Berlin und bundesweit.
1. Zielsetzung: Zukunftssicherheit und rechtliche Klarheit
Das übergeordnete Ziel jeder Fortführungsprognose ist die Einschätzung, ob ein Unternehmen in der Lage ist, seine Geschäftstätigkeit in einem festgelegten Zeitraum fortzusetzen. Damit liefert sie eine fundierte Entscheidungsgrundlage – sei es für die Bilanzierung, für Gläubiger oder im Rahmen einer insolvenzrechtlichen Prüfung.
Die zwei wichtigsten Zielrichtungen unterscheiden sich wie folgt:
a) Handelsrechtliche Zielsetzung (HGB)
- Grundlage für die Bewertung von Vermögensgegenständen
- Entscheidung, ob zu Fortführungswerten oder zu Liquidationswerten bilanziert wird
- Sicherstellung der Bilanzklarheit und -wahrheit
b) Insolvenzrechtliche Zielsetzung (InsO)
- Feststellung, ob eine Überschuldung im Sinne des § 19 InsO vorliegt
- Abwehr oder Auslösung der Insolvenzantragspflicht
- Beurteilung der Sanierungsfähigkeit und Fortbestehenswahrscheinlichkeit

Was ist Ziel der Fortführungsprognosen?
2. Bedeutung für Unternehmer in Berlin und deutschlandweit
Gerade im urbanen Mittelstand in Berlin wird die Fortführungsprognose oft unterschätzt. Dabei kann sie in kritischen Situationen – etwa bei Liquiditätsengpässen, Rückzahlungsforderungen oder im Rahmen von Betriebsprüfungen – entscheidend sein.
Relevante Situationen:
- Jahresabschlusserstellung
- Kreditverhandlungen mit Banken
- Unternehmensverkauf oder -bewertung
- Insolvenzvermeidung
- Restrukturierung und Sanierung
Unternehmer, die sich rechtzeitig mit dem Ziel und der Methodik von Fortführungsprognosen auseinandersetzen, können Risiken minimieren und Handlungsoptionen frühzeitig erschließen.
3. Prognosezeitraum: Warum 12 Monate entscheidend sind
Sowohl handelsrechtlich als auch insolvenzrechtlich wird in der Regel ein Prognosezeitraum von mindestens 12 Monaten ab dem Bilanzstichtag bzw. dem Prüfzeitpunkt gefordert. Der Grund: Nur so kann realistisch beurteilt werden, ob das Unternehmen seine laufenden Verpflichtungen erfüllen und tragfähig wirtschaften kann.
Bei negativen Ergebnissen können schnell gravierende Konsequenzen drohen:
- Pflicht zur Bilanzierung zu Liquidationswerten
- Verlust des Vertrauens von Kreditgebern
- Pflicht zur Insolvenzanmeldung innerhalb von 3 Wochen
4. Wer braucht eine Fortführungsprognose?
Fortführungsprognosen sind nicht nur für große Konzerne relevant. Auch kleine und mittlere Unternehmen (KMU), Einzelunternehmer oder gemeinnützige Organisationen müssen unter bestimmten Bedingungen eine solche Prognose erstellen (lassen). Besonders relevant ist dies:
- bei erkennbaren wirtschaftlichen Schwierigkeiten
- bei überdurchschnittlicher Kreditfinanzierung
- wenn Gläubiger oder Steuerberater sie anregen
5. Wer darf eine Fortführungsprognose erstellen?
Die Erstellung sollte durch sachkundige und unabhängige Fachleute erfolgen. Besonders anerkannt sind:
- Wirtschafts- und Steuerberater mit Sanierungserfahrung
- Unternehmensberater mit Spezialisierung auf Insolvenzvermeidung
- IDW-S6-zertifizierte Experten
Fortfuehrungsprognose24.de arbeitet bundesweit mit einem qualifizierten Netzwerk zusammen, um objektive und belastbare Prognosen zu erstellen.
6. Fazit: Ziel ist Sicherheit – für Bilanz, Bank und Bestand
Das Ziel der Fortführungsprognose besteht darin, unter wirtschaftlichen und rechtlichen Gesichtspunkten Klarheit über die Zukunft eines Unternehmens zu schaffen. Ob zur Bilanzbewertung oder zur Abwehr der Insolvenzantragspflicht – Unternehmer erhalten eine solide Entscheidungsgrundlage.
Wer in wirtschaftlich unklaren Zeiten keine valide Fortführungsprognose besitzt, handelt leichtfertig – und riskiert strafrechtliche Konsequenzen, finanzielle Nachteile und Vertrauensverluste bei Partnern.
7. Jetzt handeln: Fortführungsprognose erstellen lassen
Sie benötigen eine professionelle Fortführungsprognose oder stehen vor bilanziellen und rechtlichen Fragen zur Unternehmensfortführung? Dann nehmen Sie Kontakt auf:
Wir bieten Ihnen schnelle Hilfe, bundesweit und mit jahrzehntelanger Praxiserfahrung.
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