Positive Fortführungsprognose für Unternehmen in der Krise

Geht es mit dem richtigen Sanierungskonzept weiter?

Die positive Fortführungsprognose gibt Ihnen in Krisenzeiten Ihres Unternehmens die Gewissheit keinen Insolvenzantrag stellen zu müssen.

Das ist zum einen für die Fortführung des Unternehmens von Bedeutung und auch für die persönlichen Haftungsansprüche und die strafrechtlichen Folgen.

Wir bieten Ihnen Unterstützung bei der Erstellung der Fortführungsprognose und der Erarbeitung des Sanierungsplanes, denn diesen muss die positive Fortführungsprognose in jedem Fall enthalten.

Lesen Sie nachfolgend alle wichtigen Informationen zum Thema „positive Fortführungsprognose“.

Rufen Sie uns an, wenn Sie eine persönliche Beratung wünschen. Das Erstgespräch ist kostenlos und unverbindlich. Ohne Risiko für Sie.

Inhalte positive Fortführungsprognose:

  • Zahlungsunfähigkeit oder Zahlungsstockung?
  • Die positive Fortführungsprognose
  • Sanieren oder Insolvenz anmelden?
  • Entscheidung für die Sanierung – der Sanierungsplan
  • Der IDW-Standard „IDW S 6“
  • Entscheidung für die Insolvenz – was ist zu tun?

Zahlungsunfähigkeit oder Zahlungsstockung?

Die wirtschaftliche Standortbestimmung meines Unternehmens

Befindet sich mein Unternehmen in einer ernsthaften Krise oder lassen sich die Schwierigkeiten in naher Zukunft aus dem Weg räumen?

Positive Fortführungsprognose

Positive Fortführungsprognose

Die Antwort auf diese Frage ist für jeden Unternehmer existenziell, denn sie entscheidet über das Fortbestehen des Unternehmens oder das endgültige Aus.

Die wirtschaftliche Standortbestimmung kann in Zusammenarbeit mit einem Wirtschaftsprüfer erfolgen und dieser sollte kenntnisreich bezüglich des IDW-Standards S6 sein.

Das ist insofern wichtig, als dass die Fortführungsprognose die Grundlage für einen rechtlich festgelegten Überschuldungsstatus nach § 19 Insolvenzordnung (InsO) bildet. Dies gilt auch für den Liquiditätsstatus, mit dem die Zahlungsunfähigkeit festgestellt werden kann.

Nach den Business Judgement Rules muss der Geschäftsführer schnell handeln und sorgfältige Entscheidungen treffen, denn dies entspricht dies dem konkretisierten Haftungsmaßstab der Sorgfalt des ordentlichen und gewissenhaften Geschäftsleiters. Unterlässt er dies, zum Beispiel indem Fristen versäumt werden, droht die Geschäftsführer Haftung.

Unterschied zwischen Zahlungsunfähigkeit und Zahlungsstockung

Der große Unterschied zwischen der Zahlungsunfähigkeit und der Zahlungsstockung ist der Zeitraum, indem der Liquiditätsengpass beseitigt werden kann. Liegt eine Zahlungsstockung vor, muss der Unternehmer in der Lage sein innerhalb von drei Wochen ausreichende Liquiditätsreserven zu beschaffen, sodass am Stichtag die fälligen Verbindlichkeiten beglichen werden können.

Ist dies nicht möglich, bedeutet das die Zahlungsunfähigkeit für das Unternehmen. Das ist ein Teil des Unterschiedes zwischen Zahlungsstockung und Zahlungsunfähigkeit. In die Feststellung fließen auch die Verbindlichkeiten ein. Liegen die eingeforderten Verbindlichkeiten unter 10 %, handelt es sich um eine Zahlungsstockung. Ist die Differenz größer als 10 %, liegt die Zahlungsunfähigkeit vor.

Die positive Fortführungsprognose

Geht es weiter und wenn ja, wie geht es weiter?

Die positive Fortführungsprognose ist nicht einfach eine Einschätzung. Sie wird im IDW-Standard S6 sehr ausführlich geregelt und wird rechtlich nur anerkannt, wenn sie diesem Standard entspricht. Die rechtliche Anerkennung ist wichtig, wenn die Gefahr der Regelinsolvenz droht und der Geschäftsführer nicht das Risiko der Insolvenzverschleppung eingehen will.

Die positive Fortführungsprognose enthält die gründliche IST-Analyse des Unternehmens und in jedem Fall das Sanierungskonzept. Die positive Fortführungsprognose kann vom Geschäftsführer selbst erstellt werden (Vermeidung der Insolvenzantragspflicht), aber auch von externen Gutachtern.

Wir empfehlen Ihnen in jedem Fall die Zusammenarbeit mit einem externen Gutachter. Zum einen erweitern Sie die Kenntnisse und können sich auf einen Experten verlassen und zum anderen hat der externe Gutachter einen objektiven Blick auf Ihr Unternehmen.

Wichtig zu wissen: Das Sanierungskonzept ist ausschließlich externen Gutachtern vorbehalten.

IDW- Standard S6 – die neue Rechtssicherheit für Krisenunternehmen

Zwei wichtige Neuerungen seit 2012 in Kraft getreten

Seit dem Jahresende 2012 bieten Fortführungsprognosen nach IDW-Standard S6 eine größere Rechtssicherheit für Banken, Unternehmen und Geschäftsführer bei Krisenunternehmen.

Eine wesentliche Neuerung ist die Feststellung, dass eine Überschuldung bei positiver Fortführungsprognose noch kein Insolvenzgrund ist. Das Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) hat den Standard S6 zur fachlichen Erstellung von Sanierungskonzepten und Fortführungsprognosen verabschiedet.

Was ist ein Sanierungskonzept? Diese Frage ist im Zusammenhang mit einer positiven Fortführungsprognose besonders wichtig, denn das Sanierungskonzept muss den betriebswirtschaftlichen und rechtlichen Anforderungen entsprechen.

Das Sanierungskonzept:

  • Aussage über tatsächliche Unternehmensdaten
  • Ursachen- und Wirkungszusammenhänge
  • Rechtliche und ökonomische Einflussfaktoren
  • Systematische Lagebeurteilung zur Sanierungsfähigkeit
  • Zu ergreifende Maßnahmen
  • Liquiditäts-, Ertrags- und Vermögensplanung

Sanieren oder Insolvenz anmelden?

Fortbestehensprognose positiv, aber die Frage stellt sich dennoch

Warum stellt sich die Frage „Sanieren oder Insolvenz anmelden“ auch bei einer positiven Fortführungsprognose? Die Unternehmenskrise kann in beide Richtungen führen. Entweder Sie können die Krise durch eine Sanierung überwinden oder Sie müssen Insolvenz anmelden. Die Frage stellt sich auch bei einer positiven Fortführungsprognose, da das IDW dazu eindeutige Standards entwickelt hat. An diesen Standards können Sie sich als Unternehmer messen und feststellen, welche Entscheidung in Ihrem Fall die richtige ist.

Zu schauen ist, in welcher Krise stecken Sie. Dazu wird unterschieden zwischen Krisenursachen, Krisenart und Krisenstadium. Bei den Krisenursachen unterscheiden sich endogene und exogene Krisen. Endogene Krisen sind Krisen, die im Unternehmen selbst entstanden sind.

Exogene Unternehmenskrisen entstehen durch Einflüsse von außen. Die Bandbreite des Krisenstadiums ist groß und reicht von existenzbedrohend bis existenzvernichtend. Dazu sagt der Gesetzgeber: „drohende Zahlungsunfähigkeit, Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung (siehe § 17 , 18, 19 InsO).

Ob eine Sanierung oder Insolvenz sinnvoll, bzw. machbar ist, kann nur sehr individuell und nach eingehender Unternehmensanalyse entschieden werden. Das IDW sowie der Gesetzgeber haben dazu Richtlinien und Gesetze entworfen, die aber nur im Zusammenhang mit genauen Kenntnissen der Situation anwendbar sind.

Entscheidung für die Sanierung

Der Sanierungsplan

Die Sanierung beschreibt alle möglichen Maßnahmen das Unternehmen langfristig aus der Krise zu führen und dauerhaft für den Markt zu stabilisieren.

  • Der Sanierungsplan kann unter anderem enthalten:
  • Die Umstellung des Einkaufes, des Absatzes oder der Produktion
  • Die Abstoßung von Unternehmensteilen
  • Die Neuordnung der Unternehmensleitung
  • Der Neugewinn von Kapital
  • Die Verschmelzung mit anderen Unternehmen

Der Sanierungsplan hat nicht viel Zeit. Zudem muss er hohen Anforderungen gerecht werden. Grundsätzlich muss das Sanierungskonzept in Form einer Liste erfolgen, die Schritt für Schritt vorgibt, welche Maßnahmen zu ergreifen sind. Holen Sie sich für Ihren Sanierungsplan einen erfahrenen Experten an Ihre Seite und gehen Sie auf Nummer sicher. Die Zukunft Ihres Unternehmens ist von Ihrer Entscheidung für die Sanierung abhängig.

Der IDW-Standard „IDW S 6“

Für jeden Einzelfall den passenden Rahmen finden

Der IDW-Standard S6 sieht vor, dass für jeden Einzelfall der passende Rahmen gefunden wird. Zu unterscheiden ist zwischen der umfassenden betriebswirtschaftlichen Neuausrichtung und der Beseitigung möglicher Insolvenzgründe. Grundlage bildet glaubhafte, schlüssige und nachvollziehbare Darstellung der Sanierungsfähigkeit des Unternehmens. Inhalte und Maßnahmen orientieren sich immer an der jeweiligen Krisensituation des Unternehmens.

Entscheidung für die Insolvenz – was ist zu tun?

Positive Fortführungsprognose mit Entscheidung für die Insolvenz

Haben Sie sich trotz positiver Fortführungsprognose für die Insolvenz entschieden, setzt Ihnen das Regelinsolvenzverfahren enge Grenzen im Handlungsspielraum. Die Regelinsolvenz in Deutschland ist staatlich geregelt und dieser Schritt will gut überlegt sein.

Die zukünftige Entscheidungsbefugnis liegt nach der Eröffnung des Insolvenzverfahrens im Großen und Ganzen beim Insolvenzverwalter. Ziel der Insolvenz ist es die Gläubiger bestmöglich zu befriedigen. Die Entscheidung für die Insolvenz muss nicht zwingend das Aus für Ihr Unternehmen bedeuten. Je nach Lage der Firma kann die Regelung zum Erhalt des Unternehmens getroffen werden.

Die Insolvenz hat aber auch gravierende Nachteile, sodass Sie sich vor dieser Entscheidung in jedem Fall Expertenrat holen sollten. Wichtig zu wissen: Bei tatsächlich festgestellter Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung haben Sie nur 21 Tage Zeit den Insolvenzantrag zu stellen. Versäumen Sie diese Frist, droht Ihnen die Anklage der Insolvenzverschleppung.

Handeln Sie jetzt und holen Sie sich Experten an Ihre Seite, die Sie umfassend beraten und Ihnen alle Vor- und Nachteile erklären.