Türkei: Zentralbank kauft Gold

Türkei: Zentralbank kauft Gold

Gold ist so teuer wie nie zuvor. Trotzdem kauft die türkische Zentralbank massenweise Gold. China und Russland ziehen ebenfalls mit. Gemäß den Zahlen, die das World Gold Council herausgegeben hat, kaufte die Zentralbank 41 Tonnen des Edelmetalls.

Türkei: Zentralbank kauft Gold

Türkei: Zentralbank kauft Gold

Seit Januar 2002 ist das der höchste Wert.

Russland und China tat es den Türken gleich, allerdings in einem wesentlich kleineren Umfang. China kaufte 5,9 Tonnen Gold, nach Russland gingen 11,3 Tonnen Gold.

In der Vergangenheit bewiesen die russischen Notenbanker ein großes Geschick beim Goldkauf. Zwischen Juli 2018 und Juni 2019 kauften sie rund 262 Tonnen Gold. Ende Juni bereits stieg der Goldpreis um zwölf Prozent. Danach ließen die Käufe der Russen etwas nach.

China, Russland und die Türkei sind sich einig

Diese drei Länder verfolgen damit aber eine gewisse Strategie. Obwohl der Goldpreis zum Zeitpunkt des Kaufs einen Höchststand erreicht hatte, wollen die drei Länder die Abhängigkeit ihrer Währung vom Dollar beenden.

Somit würden die Sanktionsdrohungen im Handelskonflikt zwischen den USA und der Türkei und Russland weniger schwerwiegend ausfallen.

Die türkische Wirtschaft ist aber bei einem Preisverfall der Lira anfällig und Öl wird mit Dollar gehandelt. Das würde die hohe Inflation in der Türkei noch verstärken.

Die Goldnachfrage bleibt weiterhin hoch

Trotzdem können die Anleger beruhigt sein. Die Goldnachfrage der Notenbanken wird auch in Zukunft weiter hoch sein. Der Goldpreis würde sich somit stabilisieren. Die Notenbanken haben in den vergangenen Jahren rund 15 Prozent der Goldproduktion gekauft.

Für dieses Jahr wird mit dem gleichen Anteil gerechnet. Seit Beginn des Jahres wurden rund 450 Tonnen Gold gekauft. Das macht rund zehn Prozent der Jahresproduktion aus. Dem Markt wird das Gold auf unbestimmte Zeit entzogen, da es in die Tresore der Notenbanken wandert.

Es ist nicht zu erwarten, dass eine Verkaufswelle wieder den Goldpreis schwächt. Das war 2008 geschehen, als die Notenbanken mehr Gold kauften, als sie verkaufen konnten.